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Wortbrücke in die Gemeinde am letzten Sonntag nach Epiphanias, den 01.02.2026

Liebe Schwestern und Brüder,

heute nehme ich Sie alle mit auf den Berg Tabor, nicht weit entfernt von Nazareth in Israel, im Heiligen Land. Dieser Berg ist ein Tafelberg und mit 588 m Höhe jetzt kein Vergleich zu anderen Bergen, aber dennoch macht er Eindruck, wenn man sich ihm nähert. Ringsherum liegen blühende Felder, viele Bäume und Sträucher, kleine Dörfer im Tal und der Berg zeigt sich schon kilometerweit vorher, wenn ich mich zu ihm auf den Weg mache. Mittlerweile war ich schon 3 x oben. Jeder Besuch war wirklich wunderschön, nicht nur wegen der beeindruckenden Kirche oben oder der fruchtbaren Landschaft unten oder dem unglaublichen Weitblick von dort, nein. Es war dieses Licht dort oben. Und selbst auf meinem Foto sehen Sie die schönen Wolken, die fast den Berg berühren wollen. Hier herauf führte Jesus seine drei Jünger, Petrus, Johannes und Jakobus. Und hier passierte es, wie die Evangelisten Markus, Matthäus und Lukas berichten. „…und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.“ Alles hell, alles leuchtet, alles strahlt um Jesus. Dieser Ort ist besonders, es ist auch Jahrhunderte später zu spüren. Doch noch mehr passierte damals, es erschienen ihnen auch Mose und Elia. Dies bezeugt die Kirche oben, drei Hütten. Aber sie hören auch die Stimme Gottes, die aus den Wolken zu ihnen spricht. „Dies ist mein lieber Sohn, ……; den sollt ihr hören!“ Die Jünger bekommen Angst vor dem, was da geschieht. Wenn Gott spricht, ist es zugleich wirken, berufen, klären. Jesus, mein Sohn, spricht für mich, hört auf IHN! Ich stellte es mir immer vor, als ich dort oben saß. Wenn du plötzlich Gott hören kannst, fängst du an zu zittern. Es ist zu groß für uns Menschen. Und Jesus? Er geht zu ihnen und berührt sie und spricht diese wichtigen Worte: „Steht auf und fürchtet euch nicht!“

Zurück in den Alltag! Oft genug erwarten uns dort Herausforderungen, Leid, Streitigkeiten. Wir müssen mit eigenen Krankheiten leben und mit denen unserer Familie. Die Welt ist im Wandel und wir sind in viele Entscheidungen nicht einbezogen. Wir hoffen, die Gesellschaft hält zusammen in dieser Zeit. Unser kleines Herz pocht schneller in beängstigenden Situationen. Wohin damit? Wir erinnern uns heute am letzten Sonntag n. Epiphanias daran, dass Jesus in unsere Welt gekommen ist. Er kommt auf uns zu! Er rührt uns an! Er spricht uns zu: Fürchte Dich nicht!

Und manchmal mitten im Alltag berührt er Dich! Du erkennst es sofort. Es sind die Momente, wo Du völlig klar siehst. Dein Leben erscheint Dir so, als stehst Du auf dem Berg Tabor und wirst vom Licht umstrahlt. Dann weisst Du genau, welchen Weg Du gehen willst. Du weißt, für die kommende Entscheidung hast Du Kraft und Ausdauer. Du siehst plötzlich Licht im Dunklen und dies bringt Dich weiter. Jesus rührt Dich an. Und Du fürchtest Dich nicht mehr, egal, was kommen wird.

Bleiben Sie behütet, Ihre Sybille Aumann