Startseite   |   Impressum   |   Datenschutz    

„United Church Of Christ“ („UCC“)
„As Christ followers, we declare Christ alone our king“.

 

Wortbrücke der ev. Domgemeinde zu Magdeburg. Palmarum, 29. März 2026

„No Kings“. Ein Slogan wird zur Nachricht. Die biblische Parole trifft offenbar einen Nerv der Zeit. Während des World Economic Forum WEF schrieb eine Gruppe von Aktivisten mit 450 Fackeln die Parole «No Kings» in den Schnee auf dem Grüniberg oberhalb Davos. Doch die Parole ist älter, als sie scheint. Ihre Geschichte beginnt nicht in den Straßen moderner Demokratien, sondern in den Texten der Bibel.

Im Alten Testament ist die Monarchie für Israel kein selbstverständliches Modell. Nachbarstaaten hatten Gottkönige. In Israel lebte man als Gemeinschaft der Stämme, ohne König, als das Volk Gottes. Gott selbst gilt als Herrscher, politische Führung wird nur zeitweise übertragen – an Richter (und Richterin Debora), die keine Dynastien begründen. Macht ist begrenzt, provisorisch, rechenschaftspflichtig. Dieses frühe politische Denken enthält ein tiefes Misstrauen gegenüber dauerhafter Allein-herrschaft. In 1. Samuel 8,11-17 werden im Auftrag Gottes einige (zeitlose) Nachteile eines Alleinherrschers dem Volk Israel genannt: Enteignungen, Willkür, Eroberungskriege, Soldaten statt Bauern, Korruption, Steuern, die Töchter wird er sich nehmen.

Die Versuchung sich einen starken Mann an der Spitze zu wünschen ist groß. Trotz bekannter Nachteile, gibt es später Könige in Israel. Mit Ihnen treten zwangsläufig Propheten auf, die permanent damit zu tun haben, berechtigte Kritik am Königtum zu üben und Strafgerichte Gottes zu verkünden. In der Regel, wie von Anfang an befürchtet, leiden diese Autokraten nämlich an permanenter Selbstüberschätzung.

Beim Einzug in Jerusalem unterliegt Jesus der Versuchung nicht, sich zum „Politstar“ machen zu lassen. Er enttäuscht die Massen, die ihn als Projektionsfläche für ihre Allmachtsfantasien benutzen. Er interpretiert Königtum „inversio“, komplett anders: Er wird keine Krone aus Gold tragen, sondern eine aus Dornen. Kein Zepter, sondern ein Kreuz. Er bringt keine Armee in Stellung, sondern zeigt seine Wunden. Sein Weg führt nicht auf den Thron. Er führt nach Golgota. Er rettet nicht sich, sondern uns.

Am Kreuz wird sichtbar, wie Gott Macht versteht. Nicht über Menschen, sondern für Menschen. Nicht durch Zwang, sondern durch Hingabe. Nicht mit Gewalt, sondern mit Vertrauen. Christus ist der König, weil er nicht herrscht, sondern dient. Wer Christus folgt, folgt nicht der Logik der Gewalt und der Omnipotenz. Nachfolge bedeutet, den durchkreuzenden Konsequenzen der Liebe nicht auszuweichen.

Thomas Lösche, Religionspädagoge


Geistliches

Während der Predigt wird sonntags ein Kindergottesdienst angeboten.

» Weitere Gottesdiensttermine

Gottesdienst

Sonntag, 29. März
PALMSONNTAG
10.00 Uhr DOM

ABENDMAHLSGOTTESDIENST
mit Palmprozession

Domprediger
Jörg Uhle-Wettler
Magdeburger Dombläser
-Bitte einen grünen Zweig mitbringen-

Gottesdienst

Donnerstag, 2. April
GRÜNDONNERSTAG
19.00 Uhr Marienkapelle

ABENDMAHLSGOTTESDIENST
Domprediger
Jörg Uhle-Wettler

Gottesdienst

Freitag, 3. April
KARFREITAG
10.00 Uhr DOM

PREDIGTGOTTESDIENST
Domprediger
Jörg Uhle-Wettler

Andacht

Freitag, 3. April
KARFREITAG
15.00 Uhr Dom-Remter

ANDACHT
ZUR TODESSTUNDE JESU

Prädikant
Stephen Gerhard Stehli

Gottesdienst

Karsamstag, 4. April
OSTERNACHT
23.00 Uhr DOM
Beginn vor den Türmen

FEIER DER HL. OSTERNACHT MIT ERWACHSENENTAUFEN
und HL. ABENDMAHL

Landesbischof
Friedrich Kramer
Domprediger Jörg Uhle-Wettler
Prädikant Stephen Gerhard Stehli
Prädikantin Helga Fiek
Gemeindepädagogin
Karoline Fitz
- Bitte eine Kerze mitbringen! -

Gottesdienst

Sonntag, 5. April
OSTERSONNTAG
8.00 Uhr DOM

OSTERMETTE DES MAGDEBURGER DOMCHORES
Prädikant
Stephen Gerhard Stehli

Gottesdienst

Sonntag, 5. April
OSTERSONNTAG
10.00 Uhr DOM

FESTGOTTESDIENST
MIT HL. ABENDMAHL

Landesbischof
Friedrich Kramer

Gottesdienst

Montag, 6. April
OSTERMONTAG
10.00 Uhr Dom-Remter

Familiengottesdienst
mit Osteragape

Domprediger Jörg Uhle-Wettler
Gemeindepädagogin
Karoline Fitz


Dom-Musik

» Weitere Informationen

Konzert

Sonntag, 29. März
18.00 Uhr – Remter

Johann Sebastian Bach:
Johannespassion

Solistinnen und Solisten,
Magdeburger Domchor,
Märkisch Barock,
Christian Otto

Konzert

Sonntag, 10. Mai
16 Uhr – Dom

Orgelpunkt

Vesper

Samstag, 30. Mai
18.00 Uhr – DOM

ChorVesper
mit der Dessauer Kantorei
Landeskirchenmusikdirektor Matthias Pfund

Konzert

Sonntag, 7. Juni
18.30 Uhr – Dom

Festkonzert des Domchores zum Abschluss der Domfestspiele

Solistinnen und Solisten,
Magdeburger Domchor,
Domsingschule und Junger Ökumenischer Chor,
Märkisch Barock,
Christian Otto

Werke von Antonio Vivaldi und Johann Sebastian Bach