Butterflies and other insects,
Painting by Jan van Kessel the Elder (1626-79),
© The Fitzwilliam Museum, Cambridge. Quelle: christian.art
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Wortbrücke zum 15. Sonntag nach Trinitatis – 13. September 2026
„Alle Sorge werft auf Ihn; denn er sorgt für Euch“ (1. Petr. 5,7)
Sorgen kennen wir alle. Wir sorgen uns um Menschen, die wir lieben, Verantwortung, die wir tragen, unsere Karriere, um politische Verhältnisse, Gesundheit, etc. Sorgen können uns aber auch so sehr vereinnahmen, dass sie unsere Aufmerksamkeit verengen und uns Freiheit und den letzten Mut rauben. Davor möchte uns Jesus bewahren: die unruhige Beschäftigung mit Unsicherheiten für die Zukunft. Als wäre es eine weise Vorahnung gewesen, dass wir diesen Bibel(zu)spruch gerade in diesen Tagen so dringend brauchen. Er befreit, uns zu sehr darauf zu fokussieren, was uns fehlt, nicht gelingt, ängstigt oder ohnmächtig macht.
Jesus ruft zu einer vertrauensvollen Beziehung zu Gott auf, die uns vom Kreislauf ständiger Sorge befreit: „Alle Sorge werft auf Ihn“. Wer wirft, muss loslassen. Vielleicht ist das ein Weg, sich freizumachen, für das, was wichtig und richtig ist. Klaren Kopf zu bewahren, weil man weiß, man ist nicht allein. Jesus lädt uns ein auf die Natur zu schauen: Die Vögel in der Luft, die Blumen des Feldes, die liebevoll vom Schöpfer getragen werden. Jesus warnt vor einer Art Sorge, die einen Mangel an Glauben an Gott offenbart. Anstatt sich in Sorgen zu verlieren, fordert Jesus dazu auf, uns auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist: Gottes Reich zu suchen und auf eine Weise zu leben, die den Raum dafür bereitet.
Wer das Destruktive überwinden will, muss sich auf das Kon-Struktive konzentrieren. Jan van Kessel der Ältere (1626–1679) ist bekannt für seine außerordentlich detaillierten, zarten und schönen Darstellungen von Insekten, Blumen, Muscheln, Vögeln, Tieren und Pflanzen. Er malte diese Kreaturen mit akribischer Präzision. Jeder Schmetterlingsflügel und jedes zarte Blütenblatt wird mit Ehrfurcht gemalt, als Feier der Schöpfung Gottes. Für van Kessel zeugte das kleinste Insekt oder die zerbrechlichste Blume von der göttlichen Ordnung und Schönheit des Universums. Es lädt uns also ein, die Natur nicht nur zu bewundern, sondern auch den Schöpfer, der für uns sorgt, dahinter zu entdecken.
Thomas Lösche, Religionspädagoge
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